Mit Achtsamkeit zum stressfreien Alltag

Achtsamkeit kann man trainieren. Sie entschleunigt unseren Alltag und mindert Stress. Achtsamkeitstraining findet in vielen Therapiekonzepten Verwendung. Wer von klein auf lernt, achtsam durchs Leben zu gehen, hat es später leichter… In unserer modernen Gesellschaft fällt es oft nicht leicht, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Unser Fokus schweift meist schon  nach wenigen Minuten von der ausgeübten Tätigkeit ab. Die dauernde Erreichbarkeit und die Reizüberflutung ziehen uns in ihren Bann – Untätigkeit fehlinterpretieren wir oft als Langeweile oder gar als Faulheit. Achtsamkeitsübungen können dabei helfen, im Hier und Jetzt zu leben und jede Minute intensiv wahrzunehmen.

Symbolbild mit Achtsamkeit zum stressfreien Alltag© Bildagentur PantherMedia NinaMalyna

Symbolbild mit Achtsamkeit zum stressfreien Alltag© Bildagentur PantherMedia NinaMalyna

Dauerstress macht krank

Ein stressiger Alltag raubt nicht nur Energie, er kann auch ernsthaft krank machen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rücken- und Kopfschmerzen, Depressionen, Schlafstörungen und Verdauungsprobleme – die Liste stressbedingter Krankheiten und Beschwerden ist lang! Ist man erst einmal in dem Hamsterrad aus Verpflichtungen gefangen, bedarf es einiger Übung, zu den Wurzeln zurückzukehren.

Wenn du dein Leben so intensiv und vollständig leben möchtest, wie es geht,
dann sei dort, wo es stattfindet:
Im Hier und Jetzt!

(Doris Kirch)

Gerade Eltern, die neben der Kindererziehung Job und Haushalt managen müssen, sind gefährdet, durch den Dauerstress und die damit verbundene Anspannung krank zu werden. In vielen Fällen führt die Dauerbelastung direkt in eine Beziehungskrise, die weiteren emotionalen Stress mit sich bringt. Ein Teufelskreis. Es ist nicht einfach, Eltern zu werden und ein Liebespaar zu bleiben. Auch hier helfen Entschleunigung und ein achtsamer Umgang miteinander weiter. Gemeinsame Qualitätszeiten und gemeinsames „Nichtstun“ können heilsam sein.

Achtsamkeitstraining im Alltag – 3 Übungen

Achtsamkeit ist etwas, das wir oftmals erst wieder lernen müssen. Zu Beginn reichen hierfür drei einfache Übungen am Tag. Bereits nach wenigen Tagen spürt man, wie gut es tut, kleine Achtsamkeits-Inseln im Alltag integriert zu wissen. Sie helfen, bewusst zu leben und zur inneren Ruhe zu finden. Auch Kinder können diese Übungen (je nach Alter, etwas abgeändert) durchführen.

Übung 1 – in den Tag starten

Der Wecker hat geklingelt, ein hektischer Morgen steht bevor. Gönne dir ein paar Minuten für deine erste Achtsamkeits-Übung.
Bleib noch einen Moment mit offenen Augen liegen oder setze dich auf die Bettkante, atme tief und bewusst durch die Nase ein und durch den Mund aus. Konzentriere dich auf das Hier und jetzt. Nehme aufsteigende Gedanken und Emotionen bewusst wahr.

Übung 2 – bewusst achtsam sein

Einmal pro Tag solltest du eine alltägliche Aktivität ganz bewusst und achtsam ausführen.
Schalte dein Handy auf lautlos, sorge dafür, dass kein Fernseher oder Radio stören und konzentriere dich nur auf deine ausgewählte Aktivität.

Das kann Teetrinken sein, Zähneputzen, bügeln, Blumengießen oder ein paar Seiten in einem Buch lesen. Versuche mit deinen Gedanken nicht abzuschweifen und falls das doch passiert – kehre immer wieder mit dem Fokus auf deine Tätigkeit zurück. Atme ruhig und tief in deinem eigenen Rhythmus und fühle in dich hinein.

Übung 3 – den Tag ausklingen lassen

Wenn du am Abend im Bett liegst, reflektiere noch einmal bewusst den vergangenen Tag. Wann warst du besonders achtsam, wann hat es nicht so recht geklappt?
Wie hast du dich in diesen Momenten gefühlt?
Lasse negative Gedanken vorüberziehen und atme bewusst.

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Über die Autorin ()

Rebecca Schwab ist ausgebildete Online-Redakteurin, dreifache Mutter und Autorin von GreenFamily.de. Mit ihren Kindern und Hündin Bella lebt sie in Lübeck.

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