Alternative Geburtsvorbereitung

Die Geburt ist ein natürlicher Vorgang. Keiner kann vorhersagen, wann der Tag der Tage gekommen ist, auf welche Weise sich die Geburt ankündigt oder wie sie verläuft. Mit ein paar kleinen Mitteln kannst du aber zumindest dafür sorgen, dass du gut vorbereitet bist.

 © cirquedesprit

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Die Kraft der Natur nutzen schon unsere Urahnen, um den Geburtsvorgang zu beschleunigen und Schmerzen zu lindern. Auch heute noch finden einige Mittel aus der Natur ihre Anwender.

Heublumensitzbad/ Heublumendampfbad

Um das Gewebe des Geburtskanals elastischer und den Muttermund weicher zu machen, kannst du, etwa ab der 34. Schwangerschaftswoche, einmal wöchentlich ein Heublumensitzbad machen.

Hierzu kaufst du in der Apotheke getrocknete Heublumen (500 Gramm kosten etwa sechs Euro) und kochst etwa 15 Esslöffel davon in einem Liter Wasser. Für das Sitzbad siebst du die Heublumen anschließend ab und gibst den Sud als Zusatz ins Badewasser. Für das Dampfbad stellst du den Topf in die Toilettenschüssel und setzt dich für etwa 15 Minuten darüber.

 

Himbeerblättertee

Viele Hebammen schwören auf Himbeerblättertee (aus der Apotheke). Drei Tassen am Tag ab der 35. Schwangerschaftswoche sollen helfen, die Muskulatur im kleinen Becken zu lockern und den Geburtsweg weicher zu machen.

Der Tee sollte nur unter vorheriger Absprache mit dem Frauenarzt oder der Vorsorgehebamme getrunken werden, da er unter Umständen auch Wehen fördernd sein kann und beispielsweise für Frauen mit vorzeitigen Wehen ungeeignet ist.

 

Damm-Massage

Eine regelmäßige Dammmassage während der Schwangerschaft soll den Damm, also das Gewebe zwischen Scheide und After, stärken und einem Dammriss oder Dammschnitt während der Geburt vorbeugen.

Vor der Massage solltest du für Ruhe und Entspannung sorgen. Um den Damm vorzuwärmen, kannst du ein Wannenbad nehmen oder warme Kompressen auflegen. Für die Massage eignen sich natürliche Öle, wie Johanniskrautöl, Weizenkeimöl, Rosenöl oder reines Olivenöl.

Mit den Fingern reibst du das Öl in das Gewebe ein und versuchst den Damm anschließend vorsichtig zu dehnen. Dafür führst du zwei Finger etwa drei Zentimeter in die Scheide ein und spreizt sie langsam auseinander. Diese Übung wiederholst du einige Male. Das überschüssige Öl nimmst du mit einem Papierhandtuch auf.

Um die gewollte Wirkung zu erreichen, solltest du den Damm ab der 34. Schwangerschaftswoche einmal täglich massieren.

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Über die Autorin ()

Rebecca Schwab ist ausgebildete Online-Redakteurin, dreifache Mutter und Autorin von GreenFamily.de. Mit ihren Kindern und Hündin Bella lebt sie in Lübeck.

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