Das Effizienzhaus: Schützt Umwelt und Konto

home-66627_1280Der aktuell niedrige Zinssatz überzeugt immer mehr junge Familien zum Hausbau oder -Kauf. Ein eigenes Haus ist eine Investition in die Zukunft. Wer beim Neubau oder der Sanierung auf Energieeffizienz achtet, schont langfristig nicht nur sein Konto, sondern auch die Umwelt.

Das ist ein Effizienzhaus

Der Begriff „Effizienzhaus“ beschreibt ein Gebäude mit einem niedrigen Energiebedarf. Zudem ist er ein offizielles Prädikat für den Klimaschutz. Hinter dem Begriff steht ein Förderprogramm, das für jeden interessant ist, der kein Geld zu verschenken hat.

Diese Standards müssen erfüllt werden

Die Standards für das Gütesiegel wurden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Deutschen Energie Agentur (dena) bestimmt. Insgesamt umfasst die Klassifizierung sieben verschiedene Standards, von Effizienzhaus 115 bis Effizienzhaus 40. Je kleiner die Zahl, desto besser die Energieeffizienz.

Ein Haus, das nach aktuellem Mindeststandard gebaut wird, entspricht beispielsweise einem Effizienzhaus 100. Gemessen wird die Qualität eines Hauses an zwei Kennzahlen. An dem Jahresprimärenenergiebedarf und dem Transmissionsverlust. Ersteres beinhaltet die Menge der benötigten Energie für Heizung, Wasser und die Umwandlung von Heizmitteln, wie Kohle zu Strom. Der zweite Begriff beschreibt die Abgabe von Wärme durch Wände, Fenster und Dach an die Umwelt.

Unabhängige Energieexperten überprüfen die Einhaltung Standards und bestätigen diese formell. Hiermit kann ein Kreditantrag bei der KfW gestellt werden. Die Energieexperten stehen den Bauherren auch in Planungsfragen zur Seite und helfen bei der Suche nach den effizientesten Lösungen im Einzelfall.

Die Investition rentiert sich

Vor dem Hintergrund des Klimaschutzes gibt es heute Mindeststandards, welche bei Hausbau und -Sanierung erfüllt werden müssen. Diese zu unterschreiten bedeutet zunächst eine höhere Investition, rentiert sich jedoch, auf lange Sicht betrachtet. Vor allem die immer weiter steigenden Energiekosten sollten überzeugen. Ein höherer Wohnkomfort und ein langfristiger Werterhalt des Hauses sind weitere positive Aspekte. Belohnt wird das Ganze mit besonderen Förderungen in Form von Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten, welche von der KfW vergeben werden.

So bietet die KfW beispielsweise einen Kredit bis zu einer Höhe von 50.000 Euro an, für alle die ein Effizienzhaus bauen oder kaufen. Im Rahmen dessen bietet die KfW einen Tilgungszuschuss. Dieser richtet sich nach dem Energiestandard. Je höher dieser ist, desto höher fällt die Förderung aus. Tilgungszuschüsse sind auch in Verbindung mit KfW-Programmen für Altbauten erhältlich.

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Über die Autorin ()

Rebecca Schwab ist ausgebildete Online-Redakteurin, dreifache Mutter und Autorin von GreenFamily.de. Mit ihren Kindern und Hündin Bella lebt sie in Lübeck.

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