Das KfW-Effizienzhaus: Schützt Umwelt und Konto

Wer einen Hausbau oder eine Sanierung plant und auf finanzielle Unterstützungen des Staates nicht verzichten will, sollte sich unbedingt mit dem Thema „KfW-Effizienzhaus“ auseinandersetzen.

Symbolbild Das KfW-Effizienzhaus Schützt Umwelt und Konto © Bildagentur PantherMedia Zveiger

Symbolbild Das KfW-Effizienzhaus Schützt Umwelt und Konto © Bildagentur PantherMedia Zveiger

Der aktuell niedrige Zinssatz überzeugt immer mehr junge Familien zum Hausbau oder -Kauf. Ein eigenes Haus ist eine Investition in die Zukunft. Wer beim Neubau oder der Sanierung auf Energieeffizienz achtet, schont langfristig nicht nur sein Konto, sondern auch die Umwelt.

Wir von GreenFamily.de erklären, was ein KfW-Effizienzhaus eigentlich ist, welche Standards erfüllt sein müssen und mit welchen Investitionen zu rechnen ist. Außerdem klären wir über mögliche Fördermaßnahmen und Alternativen dazu auf.

Das ist ein KfW-Effizienzhaus

Der Begriff „Effizienzhaus“ beschreibt ein Gebäude mit einem niedrigen Energiebedarf. Zudem ist dieser Begriff ein offizielles Prädikat für den Klimaschutz. Hinter dem Begriff steht ein Förderprogramm, das für jeden interessant ist, der kein Geld zu verschenken hat – damit dürfte sich so ziemlich jeder angesprochen fühlen. Gerade Familien mit kleinen Kindern haben oftmals ein geringeres Einkommen und gleichzeitig höhere Ausgaben zu stemmen.

Die Vorteile eines Effizienzhauses liegen ganz klar auf der Hand. Wer beim Neubau oder der Sanierung auf den KfW-Effizienzhaus-Standard achtet, der kann:

  • Energiekosten sparen
  • Den Wert seiner Immobilie steigern
  • Den Wohnkomfort erhöhen und außerdem
  • Von Fördergeldern profitieren.

Diese Standards müssen erfüllt werden

Der KfW-Effizienzhaus-Standard für das Gütesiegel wurde von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Deutschen Energie Agentur (dena) bestimmt. Insgesamt umfasst die Klassifizierung sieben verschiedene Standards, von Effizienzhaus 115 bis Effizienzhaus 40. Je kleiner die Zahl, desto besser die Energieeffizienz.

Ein Haus, das nach aktuellem Mindeststandard gebaut wird, entspricht beispielsweise einem Effizienzhaus 100. Gemessen wird die Qualität eines Hauses an zwei Kennzahlen. An dem Jahresprimären-Energiebedarf und dem Transmissionsverlust.

Ersteres beinhaltet die Menge der benötigten Energie für Heizung, Wasser und die Umwandlung von Heizmitteln, wie Kohle zu Strom. Der zweite Begriff beschreibt die Abgabe von Wärme durch Wände, Fenster und Dach an die Umwelt.

Von unabhängigen Energieexperten geprüft

Unabhängige Energieexperten überprüfen die Einhaltung Standards und bestätigen diese formell. Hiermit kann ein Kreditantrag bei der KfW gestellt werden. Die Energieexperten stehen den Bauherren auch in Planungsfragen zur Seite und helfen bei der Suche nach den effizientesten Lösungen im Einzelfall.

Folgende Maßnahmen können bezuschusst werden: die Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken, die Erneuerung von Fenstern und Außentüren, den Austausch oder Einbau von Lüftungsanlagen sowie die Generalüberholung der Heizung. Darüber hinaus können die Planung und Baubegleitung subventioniert werden.

Achtung: Nicht förderfähig sind bei allen drei Förder-Programmen der KfW-Bank:

  • bereits begonnene oder fertiggestellte Umbaumaßnahmen
  • Ferien- und Wochenendhäuser
  • gewerblich genutzte Flächen

Die Investition rentiert sich

Vor dem Hintergrund des Klimaschutzes gibt es heute Mindeststandards, welche bei Hausbau und -Sanierung erfüllt werden müssen. Diese zu unterschreiten bedeutet zunächst eine höhere Investition, rentiert sich jedoch, auf lange Sicht betrachtet. Vor allem die immer weiter steigenden Energiekosten sollten Bauherren von dieser Argumentation überzeugen.

Ein höherer Wohnkomfort und ein langfristiger Werterhalt des Hauses sind weitere positive Aspekte, die es zu berücksichtigen gilt. Belohnt wird das Ganze mit besonderen Förderungen in Form von Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten, welche von der KfW vergeben werden. Je höher der Energiestandard ist, desto höher fällt die Förderung durch die KfW-Bank aus. Man tut als Bauherr also etwas für die Umwelt, für die Zukunft und schont dabei zugleich sein Bankkonto.

Zinsgünstige Kredite von der KfW Bank

So bietet die KfW-Bank beispielsweise einen Kredit bis zu einer Höhe von 50.000 Euro an, für alle die ein Effizienzhaus bauen oder kaufen. Im Rahmen dessen bietet die KfW-Bank einen Tilgungszuschuss. Dieser richtet sich nach dem Energiestandard. Je höher dieser ist, desto höher fällt die Förderung aus. Tilgungszuschüsse sind auch in Verbindung mit KfW-Programmen für Altbauten erhältlich.

Wer weitere Infos zu den KfW-Förderprogrammen sucht, sollte einen Beratungstermin mit einem unabhängigen Finanzberater oder bei seiner Hausbank vereinbaren. Auch auf der Website der KfW-Bank werden Interessierte zum Thema fündig.

Tipp: Bei Einzelmaßnahmen sollten Bauherren zunächst ausrechnen, ob es nicht lohnenswerter ist, anstatt des Zuschusses eine Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen in Anspruch zu nehmen.

 

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