Holunderblüten Sirup selbst gemacht!

Jetzt ist die Zeit, zu der die Holundersträucher in voller Blüte stehen. Auch aus den Blüten kannst du einen leckeren Sirup herstellen.

Symbolbild Holunderblüten Sirup pixabay.com

Symbolbild Holunderblüten Sirup pixabay.com

Allgemeines zum Holunder

Ab August wachsen die Früchte des Holunders, die Holunderbeeren, heran, die je nach Art im reifen Zustand dunkelrot bis schwarz sein können. Holunderbeeren sind roh schwach giftig, daher sollte man sie stets erhitzen damit sie genießbar sind.

Der auch als Hollerbusch oder als Fliederbusch bekannte Strauch wird schon seit Jahrtausenden als Heilpflanze genutzt. Die Blütezeit ist von Mai bis Juli, danach bilden sich über den Sommer bis in den Spätherbst hinein die schwarzen an Vitamin C reichen Beeren aus. Die wenn sie reif sind geerntet und verarbeitet werden können. Beim verarbeiten der Beeren sollte man aufpassen, denn die Beeren- und deren Saft färben intensiv.

Auch eignen sich die stark riechenden Blätter oder eine Jauche aus ihnen zum biologischen Vertreiben von Wühlmäusen, Maulwürfen, Schnecken, Möhrenfliegen oder Erdflöhen.

Holunder gilt in der Naturheilkunde als harntreibend und soll bei Erkältungskrankheiten, wie Husten, Schnupfen, Bronchitis und dergleichen, helfen. Bei Ohrenschmerzen soll es gut sein, wenn die Blüten in ein Leinensäckchen gegeben, mit warmem Wasser übergossen und dann auf das Ohr gelegt werden.

Weißt du übrigens, dass im Volksglauben der gute Hausgeist „Frau Holle“ in den Holunderbüschen wohnt und deshalb viele  Gartenbesitzer bis heute noch keinen Holunderbusch fällen, da dies Unglück über die Familie bringt? Wer schon einmal die Blütendolden vom Holunder geerntet und verarbeitet hat, wird den Zusammenhang zwischen dem Hausgeist Frau Holle und Frau Holle aus dem Märchen kennen…

Rezept – Holunderblüten Sirup

Zutaten

Ungefähr 20 Blütendolden
2 kg Zucker
2 Liter kochendes Wasser

Wenn du möchtest kannst du auch noch

Eine Hand voll Pfefferminze oder andere Minze(Stängel)
Eine Hand voll Zitronenmelisse (Stängel)
Blüten von Malve und Rose hinzugeben.

Anleitung

Zuerst zupfst du die Holunderblüten von den Stängeln und gibst diese in einen großen Topf. Das Gleiche machst du mit den Blättern von Pfefferminze und Zitronenmelisse. Wenn du möchtest, kannst du auch noch  Malven- und Rosenblüten mit hinein geben, das verleiht dem Sirup eine rötliche Farbe. Es können auch mehr Rosenblüten sein. Je dunkler, je mehr Farbe ergibt es.
Nun gibst du den Zucker hinzu und übergießt alles mit 2 Litern heißem Wasser. Gut umrühren, den Topf abdecken und alles mindestens 24 Stunden ziehen lassen.

Falls du lieber keinen Industriezucker verwenden möchtest, ist die Haltbarkeit nicht so lange. Zucker konserviert Sirup.

Wenn alles gut durchgezogen ist, nimmst du eine große Schüssel, ein feines Sieb oder Küchentuch, legst dieses über die Schüssel und gießt alles hindurch, so dass die Blüten und Blätter im Sieb oder Tuch bleiben.

Der fertige Sirup ist eine herrliche Erfrischung an heißen Tagen und schmeckt am besten mit Sprudelwasser, Sekt oder Prosecco!

Info

Holunder ist nicht nur schmackhaft, er hat auch wunderbare Eigenschaften. Die Blüten bieten  entzündungshemmende und schleimlösende Wirkstoffe.  Die Stoffwechsel anregenden und harntreibenden Eigenschaften lindern in Form von Tee, Beschwerden von Rheuma- und Gicht. Holunder ist auch bei Erkältungskrankheiten eine anerkannte Pflanze, da er schweißtreibend und fiebersenkend ist.

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Über die Autorin ()

Petra Lentfer ist die „Kräuterhexe“ von GreenFamily.de. Sie ist Expertin für Garten- und Wildkräuterthemen, schreibt aber auch weitere Artikel.

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