Urvertrauen entwickeln

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„Lass ihn ruhig mal weinen. Du verwöhnst ihn sonst noch.“ Das ist einer der vielen Sätze, die eine frisch gebackene Mutter oft zu hören bekommt. Es ist allerdings nicht sehr sinnvoll, den Rat zu befolgen. Gerade in den ersten Lebensmonaten entwickeln Babys das Urvertrauen. Es ist die Grundlage für eine stabile, selbstbewusste Persönlichkeit und begleitet ein Kind durch sein ganzes Leben.

Während der Geburt und beim ersten Saugen an der Brust wird im Gehirn das Bindungs- und Liebeshormon Oxytocin freigesetzt. Schon in diesem Moment beginnt ein Kind Urvertrauen aufzubauen. Wenn Eltern ihrem Kind mit viel Liebe und Wärme begegnen, wird das Vertrauen gefestigt.

Es ist nicht wichtig, dem Neugeborenen so früh, wie möglich zu zeigen, wer das Sagen hat. Im Gegenteil – je mehr man auf die Bedürfnisse seines Kindes eingeht, desto zufriedener wird es. Denn es weiß: „Mama und Papa sind immer da, wenn ich sie brauche.“

Sogenannte „Schreibabys“ erwecken manchmal den Anschein, mit nichts zufrieden zu sein. Auch wenn sie auf die Zuwendung ihrer Eltern nicht mit Entspannung reagieren, heißt es nicht, dass sie alleine sein möchten. Eltern, die auch bei einem Schreibaby sofort handeln und es liebevoll trösten, werden nach den schwierigen ersten Monaten belohnt.

Jeder Mensch braucht Urvertrauen. Erwachsenen, die von ihren Eltern viel Zuspruch erfahren haben, fällt es leichter, auf eigenen Beinen zu stehen.

Sie vertrauen ihren Fähigkeiten und Mitmenschen.

Eine Mutter kann ihrem Kind mit Liebe und Trost schon von Geburt an zeigen, dass es sich immer auf sie verlassen kann. Warum also das Baby weinen lassen, wenn Vertrauen aufbauen so schön sein kann?

Dieser Artikel wurde von unserer Online-Praktikantin Patricia geschrieben, die inzwischen selbst zweifache Mama ist. Du möchtest auch ein Online-Praktikum bei GreenFamily.de machen? Dann bewirb dich unter info@andreblau.de

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