Wer im Glashaus sitzt …hat´s schön – Wintergarten kaufen vs. Wintergarten selber bauen

Auf den deutschen Sommer ist ja in der Regel wenig Verlass, aber eines ist er in jedem Fall: zu kurz! Die kühlen Nächte kommen viel zu schnell und damit haben die lauschigen Sommernächte im eigenen Refugium „Garten“ erst einmal wieder ein Ende; und die alljährliche Frage: wohin mit den Kübelpflanzen zum Überwintern?

Wintergarten

Wintergarten

Das ganze Jahr Wärme genießen und frisches Gemüse aus eigenem Anbau wäre eigentlich auch was Feines? Das ruft doch eigentlich nach einem Wintergarten! Doch vor dem Bau eines Wintergartens stellen sich zunächst Fragen: Welche Genehmigungen benötige ich? Wo baue ich ihn idealerweise hin? Wie sieht es mit der Heizung und der Belüftung aus? Soll ich einen Wintergarten kaufen oder doch lieber DIY? Um auf all die Fragen eine (potentielle) Antwort zu finden: hier ein kleiner Wegweiser zu den eigenen verglasten Wänden.

Wintergarten selber bauen – eine günstige Alternative zum Wintergartenkauf?

Unter Eigenheimbesitzern finden sich ja viele passionierter Heimwerker. Beim Projekt „Wintergarten“ legt man daher auch gern selber Hand an, in der Annahme, das ganze Projekt auf diese Art vermeintlich viel günstiger zu machen. Aber wird es das tatsächlich? Abgesehen von zahlreichen Stunden der lieb und teuren Freizeit, die so ein Projekt regelrecht verschlingen kann, kann die erwartete Kostenersparnis ohne professionelle Planung schnell zur „Milchmädchenrechnung“ werden. Hier sollte man also von vornherein genau abschätzen WAS man kann und WAS zum Bau eines Wintergartens eigentlich an Fähigkeiten benötigt wird.

Kosten Marke Eigenbau

Wer selber baut muss keine Anfahrt oder Stundenhonorare einkalkulieren – auch der Zeitdruck wird dadurch vielleicht aus dem Projekt genommen. Aber ehrlicherweise macht man so ein Heimwerkerprojekt in der Regel auch gern fertig – bevor es einen fertigmacht. Um die Materialkosten kommt aber auch der Bauherr nicht herum – Transport der Baumaterialien wollen schließlich zusätzlich organisiert und bewältigt sein. Fachbetriebe wiederum beziehen oft andere Baumaterialien in höherer Qualität zu günstigerem Preis aufgrund spezieller Einkaufskonditionen.

Last, but not least: Sämtlich benötigte Werkzeuge bringen die Profis mit – auch wenn es für jeden Heimwerker immer eine willkommene Gelegenheit ist, sich neues Werkzeug zuzulegen – auf den teuren Glasschneider oder das sperrige Schweißgerät warten die wenigsten Hobbykeller.

Grundvoraussetzung für das Vorhaben „Marke: Eigenbau“ sind vor allem die eigenen (ehrlich eingeschätzten) handwerkliche Fähigkeiten, die örtlichen Gegebenheiten und der Umfang des ganzen Projekts. Ganz ohne fachliche Hilfe geht es meist nicht (spätestens bei der Elektrik!) – dennoch kann mit Eigenleistungen durchaus Geld gespart werden. Schlichtere Modelle, die mittels eines Stecksystems montiert werden, können von talentierten Heimwerkern selbst montiert und errichtet werden.

Bei den Kosten kommt es auf die Materialien an. Diverse Baumärkte bieten Wintergärten als Montagesatz an, nach Ausstattung und Größe variieren aber auch hier die Preise stark zwischen 4.000 Euro und 25.000 Euro. Transport und Montage sind „on top“, zusätzlich selber zu regeln.

Pinterest, Youtube und Co. strotzen nur so vor fantastischen Lösungen und Anregungen und DIY-Bauanleitungen „für Jedermann“ zum Thema Wintergarten – das macht natürlich Lust, im Schweiße seines Angesichts sein eigenes Bauvorhaben zu realisieren– sollte sich aber dann doch der ein oder andere Baumangel oder unsachgemäße Montagefehler eingeschlichen haben, ist im Schadensfall niemand haftbar zu machen – außer der eigene Geldbeutel. So können weitere Kosten im Nachgang entstehen, was schnell teuer werden kann.

Bei umfangreicheren Konstruktionen, vor allem, wenn sie wunschgeschneidert sein sollen oder zu Wohnzwecken genutzt werden wollen, empfiehlt sich sicher auf die Kompetenz und Erfahrung von Fachbetrieben zu setzten.

Guter Rat muss nicht teuer sein – Wintergarten kaufen und bauen lassen vom Profi

Die wenigsten Bauherren haben Erfahrung im Bau von Wintergärten – wer baut schon mehr als einen Wintergarten in seinem Leben? Wie in allen Bereichen ist es lohnenswert, wenn man auf den Erfahrungsschatz von Fachleuten zurückgreifen kann, die sich vielleicht ausschließlich auf den Bau von Wintergärten spezialisiert haben – besonders wenn der Wunschwintergarten stark vom Standard abweicht und ein echtes Unikat werden soll.


Ein Fachbetrieb unterstützt einen auch in Fragen wie:

  • Welche Baugenehmigungen sind einzuholen?
  • Welche Ausrichtung ist ideal für meinen Wintergarten um zu jeder Jahreszeit das Beste aus meinem Glashaus zu haben?
  • Ist die Bausubstanz meines Hauses ungewöhnlich?
  • Welche Materialien haben welche Eigenschaften für meinen Wintergarten?
  • Wie groß soll mein Wintergarten sein?
  • Was ist die richtige Verglasung und welche Beschattung/ Lüftung sind ideal?

Auch der Wintergarten vom Profi hängt kostenseitig letztendlich von Größe, Material und Aufwand ab. Auf den ersten Blick kann diese Rechnung kostspieliger ausfallen, als die Eigenkalkulation, die Vorteile liegen aber auf der Hand:

  • Die Kalkulation ist nachhaltiger, zuverlässiger und solider, als wenn das Projekt selbst geplant wird
  • Die eigene Freizeit muss nicht investiert werden und wird somit nicht teuer verkauft
  • Man kommt in der Regel schneller in seinen Wintergarten
  • Die Sorge über die Einhaltung einschlägiger Vorschriften liegt beim Fachbetrieb
  • Der Fachbetrieb haftet für Schäden und Nachbesserungen gleichermaßen
  • Ein Fachbetrieb montiert auf Wunsch auch fertige Bausätze

Fazit zu: Wintergarten kaufen vs. Wintergarten selber bauen

Wintergarten

Wintergarten

Das A und O ist die Planungsphase. Ob auf eigene Faust oder mit Unterstützung vom Experten. Schiefes Fundament, fehlende Dichtung, falsche Verglasung, unsachgemäße Lüftung – viele Fehlerquellen, die einem die Freude an dem neugewonnenen Refugium gründlich verderben können. Wer seinen Wintergarten auf dem zeitgemäßen Stand der Technik und aktuellem Baurecht planen will, ist mit einem Gang zum Fachbetrieb/ Fachhändler gut beraten – auch mühselige und verwirrende Eigenrecherche lässt sich so sparen.

Ein schöner Kompromiss zwischen Bauherrenvernunft und Heimwerkerherz ist ein gesundes Maß an Eigenleistung am Bau, während der Profi die Bauleitung innehat. Beim Blick über die Profischulter lässt sich ja auch allemal was lernen – vermeintlich für zukünftige DIY Projekte.

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