Wie gesund leben wir?

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Gerade wenn kleine Kinder im Haus sind, machen wir uns Gedanken darüber, wie gesund wir leben. Kinder entdecken ihre Umgebung mit allen Sinnen, ertasten, beschnuppern und schmecken. Gut, wenn man sich sicher sein kann, dass die Materialien im Haus nicht giftig sind…

Symbolbild Wie gesund leben wir © Bildagentur PantherMedia Andriy Popov

Symbolbild Wie gesund leben wir © Bildagentur PantherMedia Andriy Popov

Tipps für ein gesundes Zuhause:

Bodenbeläge

Parkett und Laminat sind heute die beliebtesten Bodenbeläge. Sie sorgen für gutes Klima und sind fußwarm. Eine Behandlung mit Naturwachs oder Naturöl ist unbedenklicher als eine Versiegelung. Linoleum und Kork sind unversiegelt ebenfalls atmungsaktiv und zudem gelenkschonend. Fliesen und Natursteine sind baubiologisch ebenfalls unbedenklich, aber zum Beispiel nicht für Kinderzimmer geeignet.

Achtung Allergiker: Glatte Bodenbeläge wirbeln mehr Staub auf und müssen daher häufiger gewischt werden. Küche. Der Kühlschrank ist das größte Bakterienbiotop in jeder Wohnung. Allein auf einem Quadratzentimeter leben hier über 10 Millionen Keime. Daher sollte der Kühlschrank jeden Monat mit warmem Spülwasser ausgewischt werden. Auch Spülschwämme, Putzlappen und Küchenhandtücher tauscht man am besten nach 2 Tagen aus oder wäscht sie bei 60 bis 90°C. Eine Brutstätte für Keime und Pilze ist die Dunstabzugshaube. Damit der Luftstrom diese nicht in der Küche verteilt, sollten Fett- und Kohlefilter regelmäßig ausgetauscht werden.


Matratzen

Hier tummelt sich allerhand, was für Albträume sorgen kann und worüber sich die wenigsten Menschen Gedanken machen. Besonders Allergiker sollten auf die Qualität ihrer Schlafunterlagen achten. Gegen Milben hilft es, Niembaumsamenöl auf Kissen und Matratze zu sprühen – so kann das Bett bis zu einem Jahr milbenfrei bleiben. Spätestens nach 8 bis 10 Jahren sollten Matratzen, egal welcher Art, auf jeden Fall ausgetauscht werden! In guten Möbelhäusern wird man auch dahingehend sehr gut beraten. Auch wenn ihr jetzt noch keine neue Matratze benötigt, fragt ruhig mal nach den besten Tipps. Meist bekommt ihr dann auch noch Informations-Material mit nach Hause.


Pflanzen

Grünpflanzen sind nicht nur schöne Dekorationsobjekte – sie filtern auch Gifte aus der Luft und geben Feuchtigkeit und Sauerstoff frei. Hier zu nennen ist der Efeu, er gehört zu den Pflanzen mit der höchsten luftreinigenden Wirkung. Auch die Kentia Palme ist hilfreich. Die großen Wedel produzieren viel Sauerstoff und reinigen die Luft. Nicht nur, dass diese Pflanzen für saubere Luft sorgen, sie sehen auch noch hübsch aus.


Renovieren

Achten Sie bei Wandfarben auf schadstofffreie Produkte. Dispersionsfarben saugen im Gegensatz zu Latexfarben Feuchtigkeit auf und sorgen somit für ein besseres Raumklima. Auch Kunststofftapeten sind wenig atmungsaktiv und sollten daher vermieden werden. Besser sind Papier- oder Raufasertapeten. Hier stets auch auf die Umweltfreundlichkeit achten. In Fachgeschäften sind die Mitarbeiter meist sehr gut ausgebildet und geben bereitwillig Auskunft, welche Produkte schadstofffrei sind.


Staub

Laut einer Studie des deutschen Allergie- und Asthmabundes liegt die Feinstaubbelastung in jeder dritten deutschen Wohnung über dem Grenzwert, der für unsere Innenstädte gilt. Die Feinstaubpartikel können beim Atmen tief in die Lunge eindringen und Allergien, Asthma und ein höheres Risiko für Infarkte und Kreislauferkrankungen auslösen. Also, ran an den Staub, am besten mit einem Allergiker freundlichen Staubsauger.

Schimmel

Das ist ein heikles Thema. Viele Menschen sind leider der Meinung, dass ein „bisschen“ Schimmel nichts ausmacht… Das ist ein fataler Irrtum. Ärzte sagen, durch Schimmel in der Wohnung oder im Haus können einige Krankheiten entstehen. Beispielsweise Infektanfälligkeit, Allergien, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen und es kann auch zu Antriebslosigkeit und Müdigkeit kommen.

Schimmelsporen fliegen unsichtbar durch die Raumluft und können so eingeatmet werden. Meist ist es die Kombination aus hoher Luftfeuchtigkeit, schlechter Dämmung und unzureichendem Luftaustausch der die Schimmelbildung fördert. Am häufigsten kommt dies im Bad, in der Küche und – noch gefährlicher – im Schlaf- und Kinderzimmer vor. Daher ist regelmäßiges und richtiges Lüften unabdingbar und wichtig für ein gutes Raumklima. Inzwischen gibt es auch (für neue Häuslebauer, oder falls Fenster ersetzt werden müssen) Fenster, die im geschlossenen Zustand lüften.

Diese Fenster sollen automatisch Feuchtigkeit nach außen transportieren und frische, temperierte sowie gefilterte Luft hineinlassen, – rund um die Uhr und bei geschlossenem Fenster. Das bedeutet auch: weniger Energieverlust. Schaut euch auf dem Markt um, bevor ihr euch neue Fenster zulegt.

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