Yoga: Eine Liebeserklärung

YogaIch liebe Yoga! Anders kann ich es nicht formulieren. Seit einigen Monaten gehe ich zweimal die Woche zum Yoga und gewinne jedes Mal unheimlich viel Positives.

 

Früher habe ich Menschen belächelt, die mit einer solchen Euphorie von ihren Yoga-Erfahrungen berichtet haben. Leicht verrückt fand ich das, ehrlich gesagt. Heute kann ich sie verstehen und nur jedem raten, sich unvoreingenommen in einem Kurs anzumelden.

 

Ein sehr guter Freund von mir ist seit Jahren Yogalehrer. Nicht nur einmal hat er mich eingeladen, eine Schnupperstunde in dem Studio zu besuchen, in dem er unterrichtet. Nicht nur einmal habe ich dankend abgelehnt. In erster Linie wollte ich mich nicht blamieren. Nach drei Schwangerschaften und mit 15 Kilo mehr auf den Hüften habe ich mich für zu ungelenk gehalten. Vor meinem inneren Auge waren Yogamädels elfengleiche Gummimenschen.

 

Dann kam eine sehr schwierige Phase in mein Leben. Während einer stationären Therapie litt ich immens unter Flash-Backs (= plötzliches Wiedererleben eines traumatischen Ereignisses). Es war mir nicht möglich, zu entspannen. Ich versuchte autogenes Training, progressive Muskelentspannung und Traumreisen, lenkte mich mit Sport ab und nahm das Thema mit in meine wöchentliche Körpertherapie-Gruppe. So richtig fruchten wollte nichts. Eine Mitpatientin erzählte mir dann von dem abendlichen Yogakurs und ermutigte mich, diesen einmal zu testen. Bereits in der ersten Stunde war ich unheimlich begeistert. Nach dem Klinikaufenthalt meldete ich mich zum Yogakurs in meinem Fitnessstudio an. Das Publikum dort ist bunt gemischt. Es kommen Frauen und Männer, junge und alte Menschen. Die älteste Teilnehmerin geht auf die 90 zu (und ist gelenkiger, als ich). Es sind Frauen dabei, die wesentlich mehr auf den Rippen haben als ich und keiner lacht über tollpatschige Anfänger.

 

 

Seit ich Yoga mache, hat sich mein Wohlbefinden allgemein verbessert. Ich bin entspannter, beweglicher, habe weniger Rückenschmerzen, mehr Selbstbewusstsein und die erlernten Atemübungen helfen mir sehr in stressigen Situationen und gegen Einschlafprobleme.

 

Wenn ich es einmal nicht zu meinem Kurs schaffe oder zwischendurch sehr gestresst bin, mache ich die Übungen einfach zu Hause. Meine Yogamatte hat sechs Euro gekostet (beim Jawoll-Markt) und ist für meine Zwecke völlig ausreichend. Mehr braucht man nicht für den Start.

 

Hätte ich gewusst, wie sehr Yoga mein Leben bereichert, hätte ich damit schon viel früher angefangen. Probierts doch auch mal aus…

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Über die Autorin ()

Rebecca Schwab ist ausgebildete Online-Redakteurin, dreifache Mutter und Autorin von GreenFamily.de. Mit ihren Kindern und Hündin Bella lebt sie in Lübeck.

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