Eine tolle Haarfarbe wirkt manchmal Wunder

von

Rot, Blond oder Braun?

Viele Frauen finden ihre Haarfarbe zu langweilig und probieren neue Töne aus. Je nach Belieben können sie damit ihren Typ unterstreichen oder radikal verändern. Doch nicht jede Farbe ist vorteilhaft. Bringt sie bei der einen den Teint zum Strahlen, wirkt die andere damit blass und müde. Haarfarben müssen auch zum Hautton passen. Prinzipiell sind Farben ideal, die nicht mehr als drei Töne heller oder dunkler sind als die Naturhaarfarbe. Bei Strähnchen kann der Kontrast ruhig stärker sein. Blonde Strähnen schauen besonders lebendig und natürlich aus, wenn drei bis fünf verschiedenene Töne verwendet werden.

Symbolbild Eine tolle Haarfarbe wirkt manchmal Wunder © Bildagentur PantherMedia luzgareva

Symbolbild Eine tolle Haarfarbe wirkt manchmal Wunder © Bildagentur PantherMedia luzgareva

Haarfarben halten unterschiedlich lange: eine Tönung etwa sechs bis acht Haarwäschen, eine Intensivtönung rund sechs bis acht Wochen. Einedauerhafte Coloration ist nicht auswaschbar. Vorteil der Tönungen ist, dass sie kein Ammoniak enthalten und die Haare daher weniger strapaziert werden. Der Nachteil: Graue Haare werden bei Tönungen meist nur teilweise abgedeckt und die Haare können nicht aufgehellt werden. Inzwischen gibt es allerdings auch Colorationen ohne Ammoniak. Ein geruchsarmer Ersatzstoff sorgt dafür, dass die Farbe tief genug eindringt. Neu auf dem Markt sind auch so genannte Blitz-Colorationen, die nur noch zehn Minuten einwirken müssen.

Wer sich zum ersten Mal die Haare färbt, sollte sich lieber keine zu dunklen oder knalligen Farben aussuchen. Besser ist es, zunächst nur kleine Farbsprünge von wenigen Nuancen zu wagen. Beim Haarefärben zu Hause unbedingt an die Gebrauchsanleitung halten. Tropft etwas Coloration auf die Stirn, kann sie mit einer halbierten Zitrone entfernt werden. Einige Tricks können Pannen beim Haaretönen unter Umständen korrigieren. Hat etwa das Blond einen unschönen Gelbstich, verwendet man eine Silberwäsche. Fällt das Ergebnis zu aschig aus, soll eine Tomatenmarkmaske helfen. Den Inhalt einer halben Tube ins Haar kneten und mindestens 30 Minuten einwirken lassen. Danach ausspülen und die Haare wie gewohnt waschen. Ist die Farbe zu intensiv, kann es helfen, die Haare sofort zweimal mit Anti-Schuppen-Shampoo zu waschen. Ein Teil der Farbpigmente wird dadurch wieder heraus gezogen.

Vor allem blondiertes Haar braucht nach dem Färben eine Extraportion Pflege, damit es nicht strohig wirkt. Am besten Pflegeprodukte für coloriertes Haar verwenden. Diese enthalten oft Inhaltsstoffe wie Panthenol, Weizenproteine oder Ceramide, die sich wie ein Film um das Haar legen und es noch nach dem Waschen vor dem Austrocknen schützt.

Eine Alternative zu chemischen Färbemitteln sind Pflanzenhaarfarben. Dabei werden beispielsweise Blätter des Hennastrauches mit Nussschalen, Mahagoni oder Rosenblättern vermischt. Die Nachteile dieser Methode: Graues und weißes Haar schimmert durch und dunkles Haar kann dadurch kaum heller werden. Außerdem waschen sich die natürlichen Haarfarben ohne chemische Zusätze schneller wieder aus.

Haarige Probleme
Stress vermeiden und vitaminreich ernähren

Wir tragen etwa 100.000 bis 150.000 Haare auf dem Kopf und diese können uns ganz schön viel Ärger bereiten: Sie sind zu fettig, zu trocken oder zu stumpf, sind schuppig oder fallen gar aus. Die Ursachen dafür sind sehr unterschiedlich. Sicher ist jedoch, dass Stress und eine falsche Ernährung dazu beitragen können, diese Haarprobleme zu verstärken.

Trockenes, sprödes und stumpfes Haar hat Löcher und Risse in der Schuppenschicht. Schuld daran sind oft zu langes Föhnen oder zu häufiges Färben. Mit Shampoos, Spülungen oder Kuren, die beispielsweise Panthenol enthalten, werden trockene Haare geschmeidiger.

Fettiges Haar kann hormonell bedingt sein. Die Talgproduktion der Drüsen wird von Hormonen gesteuert und es kann je nach der Hormonempfindlichkeit zu einer Mehr- oder Minderproduktion kommen. Auch zu viel Stress lässt die Fettproduktion der Kopfhaut auf Hochtouren laufen. Wer fettige Haare hat, kann sie dennoch jeden Tag waschen. Allerdings sollten die Shampoos auf das Haarproblem abgestimmt sein. Shampoos mit Kräuterextrakten wie Schachtelhalm, Rosmarin, Huflattich, Brennnessel, Kamille, Salbei oder Rosskastanie regulieren die Fettbildung und beruhigen die Kopfhaut. Diese speziellen Shampoos sollten aber nur zwei- bis dreimal pro Woche benutzt werden, da der Kopfhaut ansonsten auf Dauer zu viel Fett entzogen wird und sie mit Jucken und Rötungen reagieren könnte. Für die übrigen Tage einfach ein mildes und pflegendes Shampoo verwenden.

Schuppiges Haar ist ein Problem der Kopfhaut. Sie ist entweder zu fettig oder zu trocken und stößt vermehrt Hautzellen ab, die sich dann als Schuppen zeigen. Schuppen können auch Zeichen einer Hautkrankheit sein. Daher sollte man bei hartnäckiger Schuppenbildung einen Hautarzt zu Rate ziehen. Inzwischen gibt es viele Anti-Schuppen-Shampoos auf dem Markt, die meist schnell das Haar wieder besser aussehen lassen.

Jeder verliert täglich Haare. Normal ist, dass täglich etwa 50 bis 100 Haare ausfallen. Gehen über einen längeren Zeitraum mehr als 100 Haare pro Tag verloren, kann ein krankhafter Haarausfall vorliegen. Die Ursachen dafür sind verschieden: Stress, Hormone, Medikamente oder erbliche Veranlagung spielen dabei eine Rolle. Crash-Diäten und Mangelernährung machen die Haare ebenfalls dünn und können zu diffusem Haarausfall führen. Besonders eiweißarme Diäten mit weniger als 1000 Kalorien pro Tag zehren an den Haarwurzeln.

Männer leiden naturgemäß eher an Haarausfall und sind besonders früh betroffen – männliche Hormone wie Testosteron verkürzen die Wachstumsphase der Haare manchmal schon mit Anfang zwanzig. Für viele Frauen und Männer sind dünne oder ausfallende Haare ein ernstes Problem. Inzwischen bieten einige Friseure oder spezielle Studios eine Haarverdichtung an. Dabei wird das eigene Haar mit Hilfe verschiedener Methoden wieder aufgefüllt, es wird verlängert oder kahle Stellen werden kaschiert.

Essen für die Schönheit
Vitamine und Spurenelemente sorgen für gesundes Haar

Basis für gesunde Haare und Kopfhaut ist eine ausgewogene Ernährung. Ganz wichtig für das Wachstum von Haut und Haar ist Vitamin A ( Retinol). Es sorgt dafür, dass das Haar kräftig wächst und geschmeidig bleibt. Vitamin A kommt in großen Mengen in Leber, Eiern und Käse vor. In Möhren, Paprika, Brokkoli, Aprikosen, Mango und Trockenobst findet sich besonders viel Beta-Karotin – das so genannte Provitamin A, eine Vorstufe von Vitamin A. Bei Bedarf wird es vom Körper in Vitamin A umgewandelt . Biotin unterstützt den Aufbau des Haares und stärkt die Haarwurzeln. Wichtige Quellen für Biotin sind Milch, Eier, Nüsse oder Vollkornprodukte. Zink steckt vor allem in Hülsenfrüchten, Haferflocken, Austern und Käse.

Alle Vitamine des B-Komplexes, vor allem Vitamin B3 (Niacin), Vitamin B5 (Pantothensäure) und Vitamin B6 (Pyridoxin) stärken Haut und Haare, regulieren die Talgproduktion und aktivieren wichtige Stoffwechselvorgänge in der Haarwurzel. Sie beugen Entzündungen vor und sorgen für eine gesunde Kopfhaut. Hefe, Fleisch, Eigelb, Nüsse, Hülsenfrüchte und Weizenkeime sind wertvolle Vitamin-B-Lieferanten.

Spurenelemente wie Kupfer, Eisen und Zink können ebenfalls die Haarstruktur verbessern, für eine gesunde Kopfhaut sorgen und das Haarwachstum fördern. Reich an Kupfer sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Trockenobst und Hefe. Wichtigster Eisenlieferant ist Fleisch. Aber auch Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte wie Linsen oder weiße Bohnen, Brokkoli und Grünkohl enthalten das Spurenelement. Zink steckt vor allem in Hülsenfrüchten, Haferflocken, Austern und Käse.

Wissenswertes:

– Etwa 100.000 bis 150.000 Haare tragen wir auf dem Kopf.
– Die Haarmenge variiert mit der Haarfarbe: Blonde übertreffen mit durchschnittlich 150.000 Haaren die Dunkelhaarigen, die auf etwa 100.000 Haare kommen. Rothaarige haben am wenigsten Haare.

– Haare sind nichts anderes als Hornfäden – ein Gemisch aus Keratin, Schwefel, Wasser und Fett.
– Ein Kopfhaar wächst täglich 0,2 bis 0,5 Millimeter.
– Das mitteleuropäische Haar hat eine Dicke von 0,06 Millimetern.
– Nach zwei bis sechs Jahren fällt das Haar aus.
50 bis 100 Haare fallen täglich aus.
– Graue oder weiße Haare entstehen durch einen natürlichen Alterungsprozess, bei dem weniger Farbpigmente gebildet werden.

Über die Autorin ()

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.