Schwungvoll – Die perfekte Haarpflege

von

Tipps und Tricks zum Waschen, Kuren und Föhnen

Bereits in der Antike waren gepflegte Haare ein Symbol für Jugend und Schönheit. In Athen sollen Frauen, die in der Öffentlichkeit nicht vorschriftsmäßig angezogen waren oder eine unordentliche Frisur hatten, mit Geldstrafen belegt worden sein. Wohlhabende Römerinnen ließen sich ihre Haare mit teurem Goldstaub optisch aufhellen und den alten Germanen verdanken wir die Haarbürste und Seife. Die wenigsten Menschen sind allerdings zufrieden mit ihrer Haarpracht. Also wird gewaschen, gekurt, geföhnt und gefärbt. Doch nicht immer überzeugt das Ergebnis. Schuld daran ist häufig die falsche Pflege. Dabei ist zu viel Pflege genauso schädlich wie zu wenig. Hier einige Tipps, wie man mehr aus seinen Haaren machen kann.

Symbolbild Schwungvoll - Die perfekte Haarpflege © Bildagentur PantherMedia CandyBoxImages

Symbolbild Schwungvoll – Die perfekte Haarpflege © Bildagentur PantherMedia CandyBoxImages

Der passende Haarschnitt

Grundlage für schönes und gesundes Haar sind zunächst die richtige Länge und der richtige Schnitt. Dünne und feine Haare eignen sich auch bei bester Pflege nicht für lange Mähnen. Stark durchgestufte Haarschnitte lassen die Haare noch dünner wirken. Gerade Schnitte oder nur leichte Stufen sind besser. Lockiges und dickes Haar sollte hingegen immer stufig geschnitten werden. Damit die Haare gepflegt wirken, ist spätestens alle zwei bis drei Monate eine Kürzung der Spitzen erforderlich. Bei Kurzhaarschnitten bereits nach sechs bis acht Wochen. Genauso wichtig ist, dass der Schnitt auch zur Gesichtsform passt. Ein schmales Gesicht braucht eine andere Frisur als ein rundes.

Haare richtig waschen

Egal ob feine oder dicke Haare, fettige oder schuppige – gegen eine tägliche Haarwäsche ist nichts einzuwenden, vorausgesetzt man verwendet ein mildes Shampoo, das die Kopfhaut nicht reizt. Eine haselnussgroße Menge Shampoo reicht für schulterlanges Haar, die Wassertemperatur sollte lauwarm sein. Eine Wohltat für die Kopfhaut ist eine leichte, durchblutungsfördernde Kopfmassage beim Waschen. Nach der Haarwäsche am besten mit möglichst kühlem Wasser gut nachspülen. Das feine, schuppenartig angeordnete Haaroberhäutchen legt sich dadurch wieder fest an. Wenn das kalte Wasser beim Ausspülen noch mit Weißweinessig oder Zitronensaft vermischt wird, erhalten die Haare besonders viel Glanz.

Auch das Nachspülen mit stillem Mineralwasser soll die Haare zum Glänzen bringen. Wer eine empfindliche Kopfhaut hat, kann einmal Wascherde ausprobieren. Dafür wird die fein gemahlene Tonerde zu einem Brei angerührt und das Haar damit gewaschen. Wichtig ist das sorgfältige Ausspülen. Haarpeelings reinigen die Haare gründlich, befreien sie von Stylingresten und sollten etwa bei jeder fünften Haarwäsche angewendet werden.

Haarkur gibt Feuchtigkeit

Heizungsluft und Sonne trocknen die Haare aus und machen sie spröde. Helfen können hier Spülungen und Masken, die den Haaren wieder Feuchtigkeit zuführen und sie leicht kämmbar machen. Dabei wird jedes Haar mit einem unsichtbaren Schutzfilm zum Beispiel aus Kunstharzen und Zelluloseverbindungen überzogen. Pflegesubstanzen wie Lanolin und Lecithin dringen in die aufgerauten Stellen ein und füllen sie aus. Kurpackungen möglichst nicht mit der Kopfhaut in Berührung bringen, sondern nur in die Haarlängen einmassieren. Besonders gut wirken die Pflegeprodukte, wenn man sich während der Einwirkzeit ein feuchtwarmes Handtuch um den Kopf wickelt. Dadurch können die Wirkstoffe tiefer in die Haarfaser eindringen.

Wichtig ist das gründliche Ausspülen, damit keine Rückstände im Haar bleiben. Wem die Zeit für eine Haarkur fehlt, sollte zumindest regelmäßig eine Haarspülung verwenden. Wie beim Shampoo gilt aber auch hier: Sparsam damit umgehen. Am besten die Spülung nur in die Längen und Spitzen auftragen, damit die Frisur später noch gut sitzt. Für ganz Eilige gibt es Pflegeprodukte, die nicht ausgespült werden müssen. Bei empfindlicher oder gereizter Kopfhaut kann ein beruhigendes, pflegendes Haarwasser helfen.

Heißes Föhnen schadet

Nasse Haare sind sehr empfindlich. Daher sollte man sie vorsichtig mit einem breitzinkigen Kamm entwirren. Häufiges heißes Föhnen schädigt die Haare. Schonender ist es, sie zunächst einmal an der Luft antrocknen zu lassen. Wem das zu lange dauert, der kann die Haare mit dem Föhn zunächst auf mittlerer Stufe föhnen und nur die Hände zum Auflockern nehmen. Erst wenn die Haare fast trocken sind, kann mit einer Bürste die Frisur in Form gebracht werden. Für lang anhaltendes Volumen und seidigen Glanz wird Strähne für Strähne über eine Bürste gezogen und geföhnt. Wer die Zeit hat, lässt die Bürste jeweils im Haar erkalten und zählt bis zehn, bis es zur nächsten Strähne geht. Sehr strapaziert werden Haare auch durch Glätteisen oder Lockenstäbe. Am besten setzt man sie nicht zu oft ein und verwendet ein Hitzeschutzspray, das die Haare widerstandsfähiger macht.

 

Über die Autorin ()

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.