Tomatenanbau

Die Fülle an Tomatensorten bereichert unseren Speiseplan auf köstliche Art und Weise. Aber es beeindrucken nicht nur die zahlreichen unterschiedlichen Sorten, sondern auch die Vielfalt an Möglichkeiten, die Tomate zuzubereiten und zu genießen. Kein Wunder also, dass sich dieses Nachtschattengewächs zu den beliebtesten Gemüsesorten überhaupt gesellt und dass der Tomatenanbau zur Pflichtübung jedes Gärtners und Gartenliebhabers gehört. Aber auch ohne eigenen Garten kann man die Tomate anbauen und sich auf reiche Ernte freuen, sofern einige Regeln hinsichtlich richtiger Pflege beachtet werden.

Symbolbild Tomatenanbau © Bildagentur PantherMedia perig76

Pflanzen der Tomaten

Tomaten brauchen Platz. Sie sollten deshalb nicht zu eng gepflanzt werden. Und auch die Pflanzgefäße sollten den Wurzeln genügend Raum und Erde bieten. Auszugehen ist von mindestens 20 Liter Erde pro Pflanze und einem Pflanzabstand von wenigstens 50cm. Die beste Zeit, die kälteempfindlichen Tomaten im Freien zu pflanzen, ist Mitte Mai, denn bis zu den Eisheiligen können Frostnächte auftreten. Gewächshäuser dagegen bieten auch früher bereits genügend Schutz gegen die Kälte.

Gewächshaus oder Freiland, was ist besser für den Tomatenanbau?

Natürlich sind die Tomaten in einem Gewächshaus am Besten geschützt. Allerdings sollte dieses immer gut belüftet werden, damit die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch wird und die Pflanze nicht anfängt zu faulen. Und auch Wind sollte ins Gewächshaus Einlass haben, schließlich sorgt er ja zusammen mit den Insekten für die Bestäubung. Nicht jeder wird die Möglichkeit haben, ein Gewächshaus zu errichten. Hier könnte der Anbau auf dem Freiland eine gute Alternative sein. Ideal sind vollsonnige Plätze an Stellen, bei denen keine Staunässe entsteht. Das Setzen der Pflanzen im Windschutz vor Mauern gilt als ideal, da die Tomatenpflanzen nun auch von der in der Mauer gespeicherten Wärme profitieren könnten. Aber auch das Pflanzen in Kübeln kann eine ertragreiche Ernte bringen.

Züchten von Tomaten – mit der richtigen Methode gelingt der Tomatenanbau!

Die Aussaat kann mittels Samen aus dem Samenhandel erfolgen, oder aber durch eigenes Gewinnen von keimfähigem Samen. Dies gelingt bei den meisten Tomatensorten entweder durch bloßes Entnehmen und Trocknen der Kerne aus den Früchten, oder – Erfolg versprechender – durch die Nassgärung, bei der sich bei einer Aufbewahrung von Tomatenstücken in einem abgedeckten Behälter bei ca. 20°C nach ungefähr drei Tagen die Kerne vom Fruchtfleisch lösen. Sie sind dann nach dem Trocknen keimfähig und können für die Aussaat eingesetzt werden. Diese sollte aber maximal einen halben Zentimeter tief erfolgen, denn Tomaten keimen nur bei Licht. Das Pikieren erfolgt nach drei Wochen und wenn die Jungpflänzchen kräftig genug sind, können sie umgesetzt werden. Hier darf nicht versäumt werden, die Pflanzen regelmäßig auszugeizen, also die in den Blattachseln wachsenden Seitentriebe zu entfernen. Zum Stützen der Pflanzen, vor allem bei großem Fruchtaufkommen, sollte eine Stange zum Anbinden vorhanden sein.

Richtig gießen und düngen

Tomaten haben einen hohen Verbrauch an Nährstoffen und sollten regelmäßig gedüngt werden. Spezieller Tomatendünger ist von Vorteil, zumindest aber Dünger mit größeren Anteilen an Stickstoff, Phosphor und Kalium. Diese Stoffe dienen dem Wachstum und der Fruchtbildung. Das reichliche Gießen sollte immer von unten her erfolgen, damit die Blätter trocken bleiben. Der Boden der Tomaten darf nicht austrocknen.

Fazit

Der Anbau von Tomaten kann nicht nur wohlschmeckende Früchte hervorbringen, sondern auch interessant und reizvoll sein. Es ist immer von Neuem ein Wunder, wenn aus kleinen Samenkörnern große, stattliche Pflanzen wachsen. Dies durch das eigene Aufziehen der Tomatenpflanzen aus selbst gewonnenen Samenkernen von Anfang an mitzuverfolgen ist eine feine Sache. Und natürlich besteht die Belohnung aller Mühe dann in der Ernte knackiger, reifer und wohlschmeckender Tomaten, die an keiner anderen Stelle frischer zu bekommen sind, als bei der eigenen Produktion. Tomatenanbau selbst zu betreiben ist dann, wenn alle Bedingungen für Samengewinnung, Aussaat und Pflege beachtet werden, lohnend und erfolgversprechend.

Über die Autorin ()

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.