GreenWedding: Unsere ökorrekte Hochzeit

Ja, ich will. Ich will dich heiraten und dabei die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Eine tolle Idee, wie wir finden. Deshalb hier einige Tipps für eine ökorrekte Hochzeit…

Symbolbild Green Hochzeit  © Bildagentur PantherMedia halfpoint

Symbolbild Green Hochzeit © Bildagentur PantherMedia halfpoint

Die Einladungskarten

Nun sind wir verlobt – und das sollen alle wissen. Die meisten Paare planen ihre Hochzeit schon Monate im Voraus. Verwandte, Bekannte, Freunde und Kollegen werden eingeladen. Wer schon bei den Einladungskarten etwas für die Umwelt tun will, der wählt fertige Karten aus Recyclingpapier oder bastelt diese selbst. Aus Altpapier kann wunderschönes Papier selbst geschöpft werden. In die noch flüssigen Papierbögen können Blumensamen gegeben werden. Die Gäste können ihre Karten einpflanzen und Blumen daraus ziehen.  Auch Tisch- und Danksagungskarten können auf diese Weise angefertigt werden – sicher ein Hingucker.

Die Location

Standesamt und  Kirche – für die meisten Brautpaare in Deutschland gehören diese Orte zu einer Hochzeit dazu. Wer die klassische Variante wählt, der ist der Natur zwar nicht unmittelbar nah, kann jedoch schon einiges für sie tun – bei der Wahl der Kleidung und der Deko etwa (Tipps siehe weiter unten).

Liebende, die eine durch und durch grüne Hochzeit feiern wollen, können dies auf unterschiedlichste Arten. Sehr beliebt ist die Hochzeit auf einer Wiese. Ob auf einer Waldlichtung oder am See – romantisch ist das allemal. Getraut werden kann hier durch einen Standesbeamten, einen Pfarrer oder Pastor, aber auch ein freier Hochzeitsredner kann die Zeremonie leiten (die Unterschrift auf dem Standesamt ersetzt das jedoch nicht). Stuhlreihen laden die Gäste zum Sitzen ein, eine Gasse in der Mitte dient dem Brautpaar für den Gang nach vorne. Dort wartet entweder ein geschmückter Pavillon oder ein Tisch mit zwei Stühlen davor auf das Paar. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Viele Gemeinden vermieten ihre Rasenflächen zu einem geringen Preis. Ein Anruf bringt Gewissheit.

Auch die Hochzeit am Meer wird immer beliebter. Das Rauschen der Wellen im Hintergrund, ein toller Ausblick und Sand zwischen den nackten Zehen – das wird inzwischen sowohl an Nord-, als auch an der Ostsee geboten. Heiraten im Leuchtturm ist zum Beispiel in Travemünde möglich. Eine grüne Kirche der besonderen Art ist der Rostocker Weidendom.

Die Kleidung

Leinenkutten und Strickpullis, dazu Birkenstocks – das stellen sich heute noch viele Menschen unter Eco-Fashion vor. Doch umweltfreundliche Kleidung ist längst richtig trendy und unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von herkömmlicher Kleidung. Auf den zweiten Blick jedoch stimmt die Qualität in den meisten Fällen, Farben sind oft auf Naturbasis gewonnen und das Material frei von Schadstoffen. Bio-Baumwolle stammt häufig aus fairem Handel und befriedigt damit nicht nur das grüne, sondern auch gleichzeitig das soziale Gewissen.

Wer bei den „grünen Designern“ nichts Passendes findet, der kann auf ein gebrauchtes Kleid zurückgreifen oder sich eines ausleihen. Im Internet findet man für beide Lösungen Portale. Gebrauchte Brautkleider oder Bio Brautkleider

Und nicht vergessen: die Braut soll nach alter Tradition neben etwas Gebrauchtem auch etwas Blaues, etwas Geborgtes und etwas Neues tragen.

Die Ringe

Der Kreis endet nie und steht in Form eines Ringes als Symbol für die Ehe. Eine schöne Idee ist das Selberschmieden der Eheringe. Viele Goldschmiede in ganz Deutschland bieten Schmiedekurse für Verliebte an. Der Ehering kann auch aus eingeschmolzenem Altgold bestehen, das die Kunden selber mitbringen. So wird der Verlobungsring schnell zum Ehering. Wer seinen Schmuck mit Steinchen verzieren will, sollte lieber zweimal hinschauen und sich eingehend informieren – keiner möchte schließlich einen „Blutdiamanten am Finger“.

Die Blumen

Ein Strauß in der Hand, ein Bündel in der Brusttasche, Gestecke auf den Tischen, Blütenblätter zum Streuen – auf einer Hochzeitsfeier blüht es meist, wohin man schaut. Hierbei sollte man, wenn die Jahreszeit passt, Blumen aus der Region kaufen. So werden große Versandwege vermieden und CO2 gespart. Vielleicht hat Oma in ihrem Garten auch schöne Wildblumen, die sie für einen tollen Strauß hergibt.  Bei Blumen aus der Gärtnerei auf das „fairtrade“-Siegel achten. Das versichert, dass die Bauern im Ausland auch fair bezahlt wurden.

Eine Alternative zu Schnittblumen auf den Tischen bieten Blumen in kleinen Töpfen. Diese können im Anschluss an die Feier als Gastgeschenke mitgegeben werden.

Die Blumenkinder

Sie streuen Blumen und Reis auf das Brautpaar, so ist es Tradition. Wer weder mit Essen spielen, noch schöne Blumen platt treten will, der kann auf eine schöne Alternative zurückgreifen: Seifenblasen. Auch biologisch abbaubare Luftballons sind ein Hingucker.

Das Essen

Biokost (oder zumindest Lebensmittel aus der Region) sollte die erste Wahl sein. Viele Cateringunternehmen bieten inzwischen Bio-Menüs oder -Buffets an. Auch Wein und Sekt sollten aus Deutschland stammen, um weite Transportwege zu meiden. Eine Lösung für den kleinen Geldbeutel: Eine Grillparty, zu der die Gäste selbstgemachte Salate und Beilagen mitbringen. Bezaubernde Ideen für vegane Hochzeitstorten. Aber auch beim Konditor um die Ecke können individuelle Wünsche geäußert werden.

Die Hochzeitsplanung

Wer mit der Planung für den großen Tag nicht alleine dastehen will, der kann auch eine Agentur beauftragen. Viele Hochzeitsplaner bieten auch ökologische Hochzeiten an.

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