Tipps für die Einrichtung eines stilvollen und nachhaltigen Jugendzimmers

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Modisches Mädchenzimmer | © panthermedia.net /AndrewLozovyi

Modisches Mädchenzimmer | © panthermedia.net /AndrewLozovyi

Beim Heranwachsen jeden Kindes ist irgendwann der Zeitpunkt gekommen, an dem bunt bedruckte Tapeten, Pferdeposter und Hochbetten mit Rutsche nicht mehr erwünscht sind. Mit Beginn der Jugendzeit stehen nicht nur allerhand persönliche Veränderungen bevor, sondern auch das ehemalige Kinderzimmer muss von Grund auf neu gestaltet werden. Die flexiblen Wünsche und Hoffnungen des Kindes verlangen eine moderne und durchdachte Raumkonzeptionierung.

Angepasst auf die jeweiligen Bedürfnisse des Jugendlichen, sollte jedes Jugendzimmer ein Ort zum Wohlfühlen und zur Selbstfindung sein. Doch es kann sich als ganz schön schwierige Aufgabe herausstellen, allen Vorstellungen des Teenagers gerecht zu werden. Wir geben im Folgenden Tipps für die Einrichtung eines stilvollen und nachhaltigen Jugendzimmers.

Inhaltsverzeichnis

Warum ein Rückzugsort im Jugendalter so wichtig ist

In der Pubertät ändern sich scheinbar von einem Tag auf den anderen die Vorlieben eines Jugendlichen: Das Kinderleben ist vorbei und die Zeit als junger Erwachsener beginnt. Das bedeutet einerseits, dass das Leben im Jugendzimmer enorm an Bedeutung gewinnt. Anstatt draußen herum zu toben, möchte man alleine auf dem Bett entspannen oder mit Freunden auf dem Sofa chillen, was automatisch höhere Erwartungen an diese beiden Möbelstücke setzt.

Andererseits erhalten mit dem Heranwachsen auch die Freiheit, das Mitspracherecht und das Durchsetzen der eigenen Meinung einen neuen Stellenwert. Jugendliche nicken nicht mehr alle Entscheidungen ihrer Eltern ab, sondern entwickeln selbstständige, ganz neue Denkansätze. In ihren eigenen vier Wänden möchten Teens ihren Hobbies und Träumen Ausdruck verleihen, was sich in der Dekoration widerspiegelt. Das moderne Jugendzimmer gilt also als eine Art weiße Leinwand, die von den jungen Erwachsenen ganz nach ihren eigenen Wünschen gestaltet werden kann, ohne dass ihnen dabei fremde Gedanken aufgezwungen werden.

Tatsächlich ist es sehr wichtig, einen privaten Ort für Jugendliche zu ermöglichen, an dem sie sich rundum wohlfühlen können. Während der Pubertät machen Kinder zahlreiche Entwicklungen durch, denn sie sind auf der Suche nach ihrem Platz im Leben – geprägt von Ungewissheit und Verwirrung. Um Schulstress, Liebeskummer oder andere Probleme schnell vergessen zu können, ist ein gemütlicher Rückzugsort unfassbar wichtig. In ihren eigenen vier Wänden können Teenager ihren Ängsten und Gefühlen freien Lauf lassen, ohne dabei von anderen beurteilt zu werden. Auch Eltern sollten dieses neue Verlangen nach Privatsphäre in jedem Fall respektieren!

Aufteilung in drei Raumbereiche

Auf einem gemütlichen Sofa | © panthermedia.net /belchonock

Auf einem gemütlichen Sofa | © panthermedia.net /belchonock

Ein Jugendzimmer kann grundsätzlich als „erste eigene Wohnung“ bezeichnet werden, denn es verbindet drei Raumbereiche: den Schlaf-, den Arbeits- und den Wohnbereich. Jedem dieser drei Komponenten kommt eine wichtige Aufgabe zuteil.

Schlafbereich

Im Bett wird nicht nur geschlafen, sondern ab dem Teenie-Alter oftmals auch gegessen, gelernt, gelesen, Fernsehen geschaut oder per Handy kommuniziert. Deswegen ist Jugendlichen vor allem eines wichtig: viel Platz. Wenn möglich, sollte man sich gegen die Anschaffung eines herkömmlichen Einzelbettes mit den Maßen 90×200 entscheiden und stattdessen lieber ein sogenanntes Futonbett (140×200) wählen. Dieses kann später auch problemlos noch für die Studentenbude oder die erste eigene WG verwendet werden.

Wer nicht über so viel Raum verfügt, für den bietet sich ein Schlafsofa an, was tagsüber zum Chillen und nachts zum Schlafen dient. Auch ausziehbare Multifunktionsbetten, Modelle mit eingebauten Schubkästen oder altersgerechte Hochbetten sparen Platz. Unabhängig davon, für welches Bettexemplar man sich entscheidet, sollte in unmittelbarer Nähe ein Nachttisch zur Verfügung stehen, der als perfekte Ablage für Wecker, Handy und Zeitschriften dient.

Arbeitsbereich

Der Schreibtisch nimmt einen wichtigen Bestandteil im Jugendzimmer ein, da mit steigendem Alter immer mehr Zeit für das Erledigen der Hausaufgaben oder das Lernen von Vokabeln aufgebracht werden muss.

Genügend Staumöglichkeiten für Bücher, Mappen und Hefte müssen unbedingt gegeben sein, damit beschwerdefreies und ordentliches Arbeiten verwirklicht werden kann. Auch Schreibtischlampe, Laptop und/ oder PC sollten auf dem Schreibtisch ihren Platz finden, denn immer mehr Schulen setzen auf interaktive Lernmöglichkeiten. Außerdem sind ein höhenverstellbarer Schreibtisch und ein ergonomischer Drehstuhl unerlässlich für eine gesunde Körperhaltung – darauf also unbedingt bei der Anschaffung achten.

Wohnbereich

Sowohl Mädchen als auch Jungs laden gerne am Nachmittag oder Abend Freunde in die eigenen vier Wände ein. Quatschen und kichern oder gemeinsam an der Playstation spielen: Eine gemütliche Sitzecke ist Muss in jedem Jugendzimmer und kann schon mit einfachen, platzsparenden Methoden errichtet werden.

Neben herkömmlichen Schlaf- und Sitzmöglichkeiten laden Sitzsäcke, Sessel oder Sitzhocker zum Zusammenkommen ein und bieten zudem ein optisches Highlight im Raum. In Verbindung mit besonderen Beleuchtungsarten (Lichterketten, Stehlampen etc.) kommt auch in der Abenddämmerung oder im Winter eine wohlige Stimmung auf.

Mit Blick auf Raumkonzept und Einrichtung

Zimmer für jüngere Teenagerin | © panthermedia.net /photographee.eu

Zimmer für jüngere Teenagerin | © panthermedia.net /photographee.eu

  • Um Jugendlichen die für sie nötige Privatsphäre zu verschaffen, ist es wichtig, die drei oben genannten Raumbereiche so gut es geht voneinander zu trennen. Dabei helfen farbige Teppiche, etwa indem sowohl unter dem Bett als auch in der Sitzecke ein Teppich den Boden schmückt. Dies sorgt nicht nur für Gemütlichkeit, sondern auch für wohnliche optische Gestaltung. Ebenso dienen verschiedene Ebenen und Erhöhungen der besseren Zonierung eines Raumes – sie bilden eine besonders interessante architektonische Gestaltung.
  • Raumteiler und offene Regale, die die Bereiche optisch voneinander abgrenzen und gleichzeitig eine perfekte Abstellmöglichkeit für Bücher, Pokale oder sonstige Dekoutensilien bilden, dürfen in keinem Jugendzimmer fehlen. Grundsätzlich ist genügend Stauraum ein wichtiges Kriterium bei der Einrichtung des Zimmers, weswegen Kommoden, Sideboards und weitere Schränke großzügig eingeplant werden sollten – ohne den Raum jedoch überladen wirken zu lassen.
  • Gerade Mädchen benötigen ab der Pubertät häufig einige Verstaumöglichkeiten für ihre zahlreichen Kleidungsstücke. Ein begehbarer Kleiderschrank, ein romantischer Schminktisch oder eine offene Kleiderstange sind Highlights, die jedes Mädchenherz höher schlagen lassen. Jungs dagegen freuen sich häufig über ein geographisch angeordnetes Regelsystem, was mit schlichtem Design und stilvollen Highlights beeindrucken kann.
  • Hinsichtlich der Materialien bieten sich vor allem Massivholzmöbel aus Eiche oder Buche an. Sie sind meistens nur leicht lackiert, weshalb die natürliche Maserung des Holzes noch hervortritt. Echtholzmöbel sind in der Regel sehr lange haltbar und können dementsprechend durchaus auch nach einem Umzug noch verwendet werden. Eine Alternative zu Massivholz stellen Holznachbildungen aus Hartfaserplatten dar, die mit Dekorfronten oder bestimmten Folien überzogen sind und so für moderne Farben sorgen. Wofür man sich letztendlich entscheidet, hängt von den eigenen Vorstellungen ab.
  • Man sollte allerdings darauf achten, dass die Möbelstücke optisch zusammenpassen und vom Design her harmonieren. Aus diesem Grund sind Jugendzimmer Komplett Sets empfehlenswert, da sie für jeden Geschmack und jede Zimmergröße passende einheitliche Möbelstücke bieten. Gesundheitlich und ökologisch unbedenkliche Werkstoffe, die nach hochwertigen Standards weiterverarbeitet wurden, sollten selbstverständlich ein weiteres Kaufkriterium bei der Wahl der Möbel darstellen.

Über die Autorin ()

Florentine ist eine begeisterte Bloggerin und schreibt seit 2018 für greenfamily.de.

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